composable commerce: warum die logistik ein eigener baustein sein sollte

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Willem ten Asbroek · Veröffentlicht · 12:00

Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 17. Dezember 2024

Ein Shopsystem, das alles können soll, kann am Ende vieles nur halb. Composable Commerce dreht das um: Sie setzen Ihren Onlinehandel aus spezialisierten Bausteinen zusammen und tauschen einzelne Teile aus, ohne das Ganze anzuhalten. Dieser Beitrag erklärt den modularen Aufbau, was er bringt und warum Lager, Aufträge und Versand darin einen eigenen Platz brauchen.

Was ist Composable Commerce?

Bei einem klassischen Gesamtsystem sind alle Funktionen fest miteinander verbunden: Shop, Bestand, Aufträge, Zahlung. Will man einen Teil ändern, muss man das ganze System anfassen. Ein solches System nennt man monolithisch.

Bei einer modularen Architektur ist es umgekehrt. Jede Aufgabe übernimmt ein eigener, spezialisierter Baustein, und die Bausteine sind über Schnittstellen (APIs) verbunden. Sie wählen nur die Werkzeuge, die Sie brauchen, und passen sie an Ihr Geschäft an. Diesen Ansatz für den Onlinehandel nennt man Composable Commerce. Ein modularer Aufbau kann zum Beispiel so aussehen:

  • ein Lagerverwaltungssystem, das den Bestand in Echtzeit führt
  • eine Auftragsabwicklung, die Bestellungen aus allen Kanälen sauber verarbeitet
  • Zahlungsanbieter, die zum jeweiligen Markt passen, etwa PayPal, Klarna oder Rechnungskauf in Deutschland

Weil jeder Baustein einzeln ersetzt oder erweitert werden kann, können Sie schneller Neues ausprobieren und wachsen, ohne jedes Mal das gesamte System umzubauen. Die modularen Lösungen von BizBloqs für Lager und Auftragsabwicklung sind genau für diese Rolle gebaut: als Logistik-Bausteine, die sich in eine Composable-Commerce-Strategie einfügen.

Was ein modularer Aufbau bringt

  • Mitwachsen. Neue Bausteine kommen hinzu oder alte werden ersetzt, wenn das Geschäft wächst, ohne dass das ganze System umgebaut werden muss.
  • Best of Breed. Für jede Aufgabe nehmen Sie die beste spezialisierte Lösung, vom Bestand bis zum Kundenerlebnis, statt sich mit dem Mittelmaß einer Komplettlösung abzufinden.
  • Kosten im Griff. Sie zahlen nur für die Werkzeuge, die Sie wirklich nutzen.
  • Auf Sie zugeschnitten. Ihr System bildet Ihre Abläufe ab, nicht die Annahmen eines Standardpakets.

Für Logistik und Lieferkette ist modulare Software besonders wertvoll. Lager, Auftragsabwicklung und Transport sind Aufgaben mit eigenen Regeln. Als eigene Bausteine sorgen sie für einen genauen Bestand, schnellere Auslieferung und weniger Fehler und arbeiten dabei mit den Systemen zusammen, die Sie schon haben, etwa ERP und Shop.

Vom Gesamtsystem zu Composable Commerce: Bausteine statt BlockComposable Commerce im Onlinehandel: modularer Aufbau aus Onlineshop, Marktplätzen, Auftragsabwicklung, Lagerverwaltungssystem, Versand und ERP, ein Baustein wird ausgetauscht, ohne den Rest anzuhaltenGesamtsystemAuftragsabwicklungOnlineshopMarktplätze(Amazon.de, Otto)ZahlungZahlungLagerverwaltungssystemVersand/TransportERPSchnittstelle

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

Abbildung 1 — Vom Gesamtsystem zu Composable Commerce: Bausteine statt Block

Wo die Logistik in die modulare Architektur passt

In einer Composable-Commerce-Strategie ist die Logistik kein Nebenschauplatz. Sie entscheidet, ob das, was im Shop versprochen wird, auch beim Kunden ankommt. Mit einer modularen Architektur binden Sie für Bestandsführung, Auftragsabwicklung und Versand jeweils spezialisierte Werkzeuge an.

BizBloqs liefert dafür die Logistik-Bausteine:

  • Lager. Das Lagerverwaltungssystem von BizBloqs zeigt den Bestand in Echtzeit und steuert eine effiziente Kommissionierung.
  • Aufträge. Die Auftragsabwicklung Software verarbeitet Bestellungen aus mehreren Vertriebskanälen korrekt und pünktlich. Was ein Order Management System grundsätzlich leistet, erklären wir in einem eigenen Beitrag.
  • Transport. Für Tourenplanung und Transport bindet BizBloqs spezialisierte Partner an, zum Beispiel das Transportmanagementsystem von Mendrix.

Diese Bausteine sind über Schnittstellen mit Onlineshops, Marktplätzen, ERP-Systemen und weiteren Werkzeugen verbunden. Die ERP Anbindung läuft in beide Richtungen, die Marktplatz Anbindung bringt Aufträge von Amazon.de, Otto oder Kaufland herein, und auf der Shopseite ist zum Beispiel Shopware 6 angebunden. So reduzieren Sie Fehler, arbeiten effizienter und wachsen, ohne bestehende Abläufe zu stören.

Ein Beispiel aus der Onlineshop Logistik

Stellen Sie sich einen schnell wachsenden Onlinehändler für Wohnaccessoires vor. Im Weihnachtsgeschäft steigt die Nachfrage sprunghaft, Tausende neue Bestellungen kommen herein. Das alte Gesamtsystem kommt nicht mehr mit: Der Bestand im Shop stimmt immer öfter nicht mit dem Lager überein, Aufträge bleiben liegen, und Kunden warten länger als versprochen.

Der Händler stellt auf einen modularen Aufbau um und bindet spezialisierte Logistik-Bausteine an. Ein Lagerverwaltungssystem führt den Bestand über mehrere Lager in Echtzeit, sodass die Zahlen stimmen und schneller kommissioniert wird. Gleichzeitig automatisiert eine Auftragsabwicklung die Abläufe, setzt Prioritäten und hält auch in Spitzenzeiten Schritt. Beide Bausteine werden an das vorhandene ERP und den Shop angebunden, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.

Das Ergebnis: Aufträge werden schneller bearbeitet und verschickt, es passieren deutlich weniger Fehler, und die ganze Lieferkette läuft ruhiger. Vor allem kann der Händler weiter wachsen, ohne dass die Kunden darunter leiden. Genau diese Situation, mehrere Lager und mehrere Kanäle, deckt bei BizBloqs die Stufe KMU+ ab. Mehr zu den typischen Anforderungen lesen Sie auf unserer Seite zur Onlineshop Logistik.

Warum modulare Software die Richtung vorgibt

Der Onlinehandel verändert sich schneller als je zuvor. Kundenerwartungen, Technik und Märkte verschieben sich laufend, und Systeme nach dem Prinzip „eins für alles“ kommen da nicht mehr mit. Eine modulare Architektur gibt Ihnen die Beweglichkeit, die Sie brauchen.

Mit einem modularen Aufbau reagieren Sie schnell auf neue Entwicklungen: ob Sie neue Analysewerkzeuge einführen, Abläufe im Lager weiter automatisieren oder in neue Märkte gehen. Kein starres Gesamtsystem bremst Sie dabei aus. Lager, Auftragsabwicklung und Schnittstellen als eigene Bausteine machen Ihr Geschäft zukunftsfähig, weil sich neue Technik und weitere Systeme anbinden lassen, wenn Sie sie brauchen.

Composable Commerce ist damit keine Option unter vielen mehr, sondern die Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Ihr modularer Aufbau mit BizBloqs

Beweglichkeit, Wachstum und Effizienz sind im Onlinehandel keine Kür mehr. Mit einer modularen Architektur bauen Sie Ihr System aus spezialisierten Bausteinen, die zu Ihrem Geschäft passen. Mit den Logistik-Bausteinen von BizBloqs wird Ihr Bestand genauer, Ihre Auftragsabwicklung schneller und Ihr Lager bereit für das nächste Wachstum, angebunden an die Systeme, die Sie schon nutzen.

Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Systemaufbau

  • Welcher Teil Ihres heutigen Systems hält Sie am meisten auf, und könnten Sie ihn austauschen, ohne alles andere anzufassen?
  • Ist Ihr Lager heute ein eigener Baustein mit eigener Schnittstelle, oder hängt es fest im Shop- oder ERP-System?

Sie möchten sehen, wie Lager und Auftragsabwicklung als Bausteine in Ihr System passen? Demo buchen

Häufig gestellte Fragen

Was ist Composable Commerce?

Composable Commerce heißt, dass ein Onlinehandel nicht auf einem einzigen Gesamtsystem läuft, sondern aus spezialisierten Bausteinen zusammengesetzt ist: Shop, Zahlung, Auftragsabwicklung, Lager, Versand. Die Bausteine sind über Schnittstellen verbunden und lassen sich einzeln austauschen.

Was bedeutet Best of Breed?

Best of Breed bedeutet, für jede Aufgabe die jeweils beste spezialisierte Lösung zu wählen, statt alles von einem Anbieter zu nehmen. Das Gegenmodell ist die Komplettlösung aus einer Hand.

Was ist der Vorteil von modularer Software gegenüber einem Gesamtsystem?

Sie können einen Baustein ersetzen oder erweitern, ohne das ganze System anzufassen. Ein neues Lager, ein neuer Marktplatz oder ein anderer Zahlungsanbieter wird angebunden, während der Rest weiterläuft.

Wo passt das Lager in eine Composable-Commerce-Architektur?

Als eigener Baustein: Das Lagerverwaltungssystem führt den Bestand in Echtzeit und steuert Kommissionierung und Versand, und es tauscht Aufträge und Bestände über Schnittstellen mit Shop, Marktplätzen und ERP aus.

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