softwareauswahl im lager: fünf kriterien für das passende lagerverwaltungssystem

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Willem ten Asbroek · Veröffentlicht · 10:00Aktualisiert — Vendor descriptions checked for unverifiable claims; percentage figures without a public source were removed and replaced with criteria-based guidance.

Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 12. Februar 2025

Wer ein System für sein Lager sucht, findet schnell Listen mit „den besten Anbietern“. Eine Rangliste sagt aber wenig darüber, was zu Ihrem Lager passt. Dieser Beitrag zeigt, wie die Softwareauswahl fürs Lager gelingt: was ein solches System können muss, welche fünf Kriterien entscheiden und wie Sie Anbieter fair vergleichen.

Was ein Lagerverwaltungssystem leistet

Ein Lagerverwaltungssystem steuert die Arbeit im Lager, von der Bestandsführung bis zur Auslieferung des Auftrags. Es sorgt dafür, dass Ware richtig eingelagert, wiedergefunden und verschickt wird, mit weniger Fehlern durch Handarbeit und mit klaren Abläufen.

Die wichtigsten Funktionen eines Lagerverwaltungssystems:

  • Bestand und Aufträge verfolgen, vom Wareneingang bis zum Versand
  • Anbindung an das ERP und an Systeme in der Lieferkette
  • Scannen per Barcode, damit jeder Schritt bestätigt ist
  • Bestand in Echtzeit und dadurch eine höhere Genauigkeit

Im deutschen Sprachgebrauch gibt es drei Stufen: die manuelle Lagerverwaltung mit Papier und Excel, das Lagerverwaltungssystem mit Barcode, Scanner und digitalem Bestand, und das WMS für vollautomatische Lager mit Fördertechnik und Regalbediengeräten. Wenn Sie ein solches automatisiertes Lager planen, lesen Sie mehr auf unserer Seite zum WMS System. Für die meisten Lager mit Mitarbeitern im Gang ist die mittlere Stufe die richtige.

Von der Long List zur EntscheidungSoftwareauswahl im Lager als Trichter: von der Long List über die Short List zum passenden Lagerverwaltungssystem, gefiltert nach fünf KriterienLong ListShort ListEntscheidungBetriebsgrößeAnbindungenMitwachsenAutomatisierungSupportNutzwertanalyseKriteriumGewichtPunkte

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

Abbildung 1 — Von der Long List zur Entscheidung

Warum ein System, das mitwächst

Ein Lager bleibt selten so, wie es ist. Neue Kanäle kommen dazu, ein zweiter Standort, mehr Artikel oder Chargenpflichten. Ein System, das nur für den heutigen Stand passt, wird nach zwei Jahren zum Hindernis. Deshalb sollte bei jeder Softwareauswahl die Frage stehen: Wächst das System mit, ohne dass wir es austauschen müssen?

Was Angebote am Markt unterscheidet

Statt einer Rangliste hilft ein Blick auf die Schwerpunkte, die Anbieter setzen. Grob lassen sich vier Typen unterscheiden:

  • Fokus Onlinehandel. Fertige Anbindungen an Shopsysteme, automatische Auftrags- und Retourenabwicklung und Bestandsabgleich über mehrere Kanäle.
  • Fokus hohes Volumen und Automatisierung. Für große Lager mit RFID, Anbindung an Transportmanagementsysteme und möglichst wenig Handarbeit. Das ist eher die WMS-Stufe.
  • Fokus Prognose. Systeme, die den Nachschub anhand von Vorhersagen automatisch auslösen, damit weder zu viel noch zu wenig Bestand liegt.
  • Fokus modular in der Cloud. Bausteine, die sich einzeln zuschalten lassen, von überall erreichbar, teils mit Blick auf kürzere Wege und weniger Energieverbrauch.

Kein Typ ist an sich besser. Entscheidend ist, welcher zu Ihrem Betrieb passt. Einen strukturierten Lagerverwaltungssoftware Vergleich finden Sie auf einer eigenen Seite.

Fünf Kriterien für die Softwareauswahl

1. Betriebsgröße und Komplexität

Ein Lager mit drei Mitarbeitern und einem Webshop braucht etwas anderes als ein Betrieb mit mehreren Standorten und B2B-Kunden. Prüfen Sie, ob ein Anbieter für Ihre Größe gebaut ist und ob er auch die nächste Stufe abdeckt. BizBloqs ist dafür in drei Stufen aufgebaut: KMU für ein Lager und wenige Kanäle, KMU+ für mehrere Lager und Kanäle, Enterprise für große Organisationen mit komplexen Abläufen.

2. Anbindungen

Das System muss sich ohne Reibung mit Ihrem ERP und Ihrer Logistik verbinden. Fragen Sie nach fertigen Konnektoren: Gibt es eine ERP Anbindung für Ihr System? Wie läuft die Onlineshop Logistik mit Ihrem Shop und Versanddienstleistern wie DHL, DPD oder Hermes? Ist eine Marktplatz Anbindung für Amazon.de, Otto oder Kaufland vorhanden? Jede Schnittstelle, die erst gebaut werden muss, kostet Zeit und Geld.

3. Mitwachsen

Das System sollte mit Ihrem Unternehmen wachsen und neue Funktionen zuschalten lassen, wenn Sie sie brauchen: einen zweiten Standort, Chargen- und Seriennummern, neue Kanäle. Fragen Sie, ob das eine Einstellung ist oder ein Entwicklungsprojekt.

4. Automatisierung

Wie viel Automatisierung brauchen Sie wirklich? Für die meisten Lager reicht der Scanner mit Barcode, der jeden Schritt bestätigt. Andere wollen eine Bestandssteuerung mit Prognosen oder vorausschauende Auswertungen. Schreiben Sie auf, was Sie heute brauchen und was in zwei Jahren.

5. Support und Updates

Ein System ist nur so gut wie die Betreuung danach. Prüfen Sie, wie der Support erreichbar ist, wie oft Updates kommen und ob sie im Preis enthalten sind. Regelmäßige Updates halten das System auf dem Stand, den der Markt verlangt. Fragen Sie außerdem nach Kundenreferenzen aus Ihrer Branche.

So vergleichen Sie Anbieter fair

Die Softwareauswahl wird einfacher, wenn Sie in Schritten vorgehen. Wie Sie Schritt für Schritt ein Lagerverwaltungssystem auswählen, zeigt unser eigener Leitfaden Lagerverwaltungssystem auswählen. In Kurzform:

  1. Anforderungen aufschreiben. Was muss das Lagerverwaltungssystem können, was wäre schön? Die Anforderungen kommen aus Ihren Abläufen, nicht aus Prospekten. Als Vorlage dient unser Lastenheft Lagerverwaltungssystem.
  2. Long List erstellen. Alle Anbieter, die grundsätzlich in Frage kommen.
  3. Short List bilden. Drei Anbieter, die Ihre Muss-Kriterien erfüllen.
  4. Gewichten. In einer Nutzwertanalyse bekommt jedes Kriterium ein Gewicht und jeder Anbieter Punkte. So zählen die Kriterien, die Ihnen wichtig sind, und nicht die schönste Präsentation.
  5. Mit eigenen Daten testen. Lassen Sie sich Ihren eigenen Ablauf zeigen, mit Ihren Artikeln und Aufträgen.

Was ein System im Betrieb kostet, lesen Sie auf der Seite zu den Lagerverwaltungssystem Kosten.

Wo BizBloqs passt

BizBloqs ist ein Lagerverwaltungssystem für Unternehmen jeder Größe. Es ist auf Wachstum ausgelegt und bleibt dabei einfach zu bedienen:

  • Keine Programmierkenntnisse nötig: Abläufe werden eingestellt, nicht entwickelt
  • Anbindungen an ERP, Shopsysteme und Logistiksoftware
  • Bestand und Abläufe in Echtzeit, mit automatisierten Arbeitsschritten
  • Scannen per Barcode, mehrere Standorte (Lagerplatzverwaltung je Lager) und ausführliche Auswertungen
  • Laufender Support und regelmäßige Updates

Die richtige Wahl für die nächsten Jahre

Das passende Lagerverwaltungssystem macht das Lager effizienter, senkt Fehler und trägt das Wachstum mit. Welches das ist, hängt von Ihrer Branche, Ihrer Größe und Ihren Abläufen ab. Prüfen Sie Ihre eigene Lage, bevor Sie sich für einen Partner entscheiden.

Zwei Fragen zu Ihrer eigenen Softwareauswahl

  • Welche drei Anforderungen müsste ein System erfüllen, damit Sie es ernsthaft in Betracht ziehen?
  • Welche Schnittstelle zu Ihrem ERP, Shop oder Versand fehlt heute und kostet Sie am meisten Handarbeit?

Wie sich ein neues System für Ihre Zahlen rechnet, zeigt der ROI-Rechner.

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Häufig gestellte Fragen

Was leistet eine Lagerverwaltungssoftware?

Sie weiß, welcher Artikel auf welchem Lagerplatz liegt, führt Mitarbeiter beim Einlagern, Kommissionieren und Versenden und bestätigt jeden Schritt per Scan. So stimmt der Bestand in Echtzeit, und das ERP bekommt Zahlen, auf die es sich verlassen kann.

Welche Kriterien zählen bei der Softwareauswahl fürs Lager?

Fünf: die Größe und Komplexität Ihres Betriebs, die Anbindung an ERP, Shop und Versand, ob das System mit Ihnen wächst, wie viel Automatisierung Sie brauchen, und wie gut Support und Updates sind.

Wie vergleiche ich Anbieter fair?

Schreiben Sie Ihre Anforderungen vor dem ersten Gespräch auf und gewichten Sie sie. Eine einfache Nutzwertanalyse, also eine Tabelle mit Kriterien, Gewichtung und Punkten je Anbieter, verhindert, dass die beste Präsentation gewinnt statt der besten Lösung.

Brauche ich ein WMS oder ein Lagerverwaltungssystem?

Ein WMS im engeren Sinn steuert vollautomatische Lager mit Fördertechnik und Regalbediengeräten. Für die meisten Lager mit Barcode, Scanner und Mitarbeitern im Gang ist ein Lagerverwaltungssystem die richtige Stufe.

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