Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 31. Januar 2025
Viele Onlinehändler arbeiten mit einer Plattform, in der alles steckt: Shop, Lager, Aufträge, Zahlung. Das wirkt einfach, bis Sie etwas ändern wollen. Dieser Beitrag zeigt, warum ein solches Legacy System Wachstum bremst und was ein modularer Aufbau für Lager und Auftragsabwicklung besser macht.
Was eine monolithische Plattform ausmacht und wo sie an Grenzen stößt
Eine monolithische E-Commerce Plattform bündelt alle Funktionen in einer einzigen Codebasis: Lagerverwaltung, Auftragsabwicklung, Zahlungsanbieter, Produktkatalog und mehr. Das sorgt für ein einheitliches System, hat aber deutliche Grenzen. Wer wachsen will, braucht viel Entwicklungsaufwand. Effizient zu skalieren wird schwer. Das Fachwort dafür lautet Monolithische Architektur, und mit den Jahren wird daraus oft ein Legacy System.
Weil alles fest verbaut ist, wird es kompliziert, zentrale Bausteine wie das Lagerverwaltungssystem oder die Auftragsabwicklung anzubinden oder zu ändern. Einführungen dauern lange, der laufende Betrieb wird gestört. Dazu kommt der Vendor Lock-in: Neue Funktionen kommen, wenn sie auf dem Fahrplan des Anbieters stehen, nicht wenn Ihr Markt sie verlangt.
Hinzu kommt die Abhängigkeit der Teile voneinander. Fällt ein Bereich aus, trifft es die ganze Plattform. Ein Beispiel: Ein Händler will ein zusätzliches Lager in Betrieb nehmen, aber seine starre Legacy Software lässt sich nicht dafür anpassen. Die Folge sind teure Verzögerungen und Reibung im Alltag.
Der Weg aus dem Altsystem: modular aufbauen
Die Antwort heißt Composable Commerce: Systeme aus Bausteinen, die über Schnittstellen verbunden sind, aus kleinen, eigenständigen Diensten bestehen und Shop-Oberfläche und Technik dahinter trennen (das nennt man Headless Commerce). Zusammengefasst wird dieser Ansatz oft als MACH Architektur.
Statt sich auf einen einzigen Anbieter zu verlassen, wählen Unternehmen spezialisierte Lösungen, die zu ihrem Bedarf passen. Das macht beweglich: Einzelne Bausteine lassen sich ersetzen oder erneuern, ohne dass der ganze Betrieb stillsteht.
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Lager im Onlinehandel: flexibel statt fest verbaut
Ein leistungsfähiges Lagerverwaltungssystem ist die Grundlage effizienter Onlineshop Logistik. Monolithische Plattformen tun sich aber schwer, wenn sich die Anforderungen im Lager ändern. Mit einem modularen Aufbau gilt:
- Sie binden ein spezialisiertes Lagerverwaltungssystem an, das mit der Nachfrage mitwächst.
- Die Abläufe im Lager laufen automatisiert, damit Aufträge aus Shop, Marktplatz und B2B-Portal reibungslos versendet werden.
- Genauere Bestände verringern Verschwendung.
Ein Händler kann so zum Beispiel von einer einfachen Lagerverwaltung auf ein leistungsfähigeres Lagerverwaltungssystem wechseln, ohne dass sich im Shop für die Kunden etwas ändert.
Auftragsabwicklung im modularen Aufbau
Die Auftragsabwicklung entscheidet darüber, ob Kundenerwartungen erfüllt werden. Eine modulare Auftragsabwicklung Software bietet:
- Echtzeit-Überblick über Aufträge aus allen Verkaufskanälen.
- Verfügbarkeit je Verkaufskanal und Sicherheitsbestand je Kanal, im Auftragsmanagement von BizBloqs fest eingebaut: So verkaufen Sie nie mehr, als Sie haben.
- Marktplatz Anbindung, etwa an Amazon.de, Otto oder Kaufland.
- Order Routing, das Versandkosten und Lieferzeit optimiert.
Ein Modehändler, der eine Lieferung am selben Tag einführen will, bindet im modularen Aufbau schnell einen Logistikdienstleister an, ohne seine gesamte Infrastruktur umzubauen. In einem Legacy System wäre das ein Projekt über Monate.
Anbindungen ohne Brüche
Modulare Systeme leben von Schnittstellen. Darüber werden ERP, CRM und Logistikdienstleister angebunden, etwa über eine ERP Anbindung in beide Richtungen. Automatisierung steigert die Produktivität, ohne bestehende Abläufe zu stören.
Ein Beispiel ist eine Schnittstelle für die Sendungsverfolgung in Echtzeit: Niemand muss mehr von Hand nachsehen, wo ein Paket von DHL oder DPD gerade ist, und Kunden erhalten sofort ein Update. Das erhöht die Zufriedenheit und bindet Kunden an die Marke.
Warum Unternehmen ihr Altsystem ablösen
Der Wechsel zu einem modularen Aufbau bringt mehrere Vorteile:
- Schneller Neues einführen. Neue Technik ist schnell im Einsatz, das verkürzt die Time to Market.
- Kosten im Griff. Einzelne Bausteine werden erneuert, eine teure Migration der ganzen Plattform entfällt.
- Bessere Einkaufserlebnisse. Kunden bekommen flexible, auf sie zugeschnittene Abläufe.
- Robuster Betrieb. Fällt ein Baustein aus, läuft der Rest weiter.
So wächst das Unternehmen, ohne dass das System jedes Mal neu gebaut werden muss.
Zukunftssicher ohne Legacy System
In einem Markt, der sich schnell ändert, zählen Beweglichkeit, Skalierbarkeit und saubere Anbindungen. Ein modularer Aufbau mit passendem Lagerverwaltungssystem, Auftragsabwicklung und Anbindungsstrategie sorgt für nachhaltiges Wachstum und effiziente Abläufe.
Welche Architektur Sie auch wählen: Die Rechnung für das Lager bleibt ähnlich aufgebaut. Die Spannen finden Sie unter Lagerverwaltungssystem Kosten. Was ein Order Management System ist und wann Sie eines brauchen, erklären wir in einem eigenen Beitrag.
Zwei Fragen zu Ihrem eigenen System
- Wie lange würde es heute dauern, ein zweites Lager oder einen neuen Marktplatz anzubinden?
- Welche Funktion warten Sie gerade ab, weil sie noch nicht auf dem Fahrplan Ihres Anbieters steht?
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