logistik 4.0: vom starren gesamtsystem zum baukastensystem

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Willem ten Asbroek · Veröffentlicht · 10:00

Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 20. August 2025

Wer mit einem starren Gesamtsystem arbeitet, stößt schnell an Grenzen, sobald er wachsen, etwas Neues ausprobieren oder auf den Markt reagieren will. Logistik 4.0 heißt deshalb vor allem: Software, die aus Bausteinen besteht. Dieser Beitrag zeigt, was das für Lager, Aufträge und Versand bedeutet.

Was ist Logistik 4.0, und was hat ein Baukastensystem damit zu tun?

Lange Zeit galt: Ein Unternehmen kauft ein großes Softwarepaket und lebt damit, was es kann und was nicht. Heute geht es anders. Sie stellen verschiedene Softwarebausteine zu einem Ganzen zusammen und schalten nur die Bausteine ein, die Ihnen wirklich etwas bringen. Im Handel nennt man diesen Ansatz Composable Commerce.

In der Logistik heißt das: Ein Lagerverwaltungssystem, die Auftragsabwicklung, die Transportplanung und die Retourenabwicklung sind eigene Bausteine. Jeder arbeitet für sich, und alle tauschen ihre Daten über Schnittstellen aus (APIs). Diese digitale Vernetzung ist der Kern von Logistik 4.0: Daten fließen zwischen den Systemen, ohne dass jemand sie abtippt.

Gesamtsystem oder BaukastensystemLogistik 4.0 im Lager: Vergleich zwischen starrem Gesamtsystem und Baukastensystem mit Bausteinen für Lager, Auftragsabwicklung, Versand und Retouren, verbunden über SchnittstellenGesamtsystemgenutztbezahlt, aber ungenutztBaukastensystemLagerAufträgeVersandRetourenSchnittstellen (API)ERPMarktplätzeShopNeuer Kanal

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

Abbildung 1 — Gesamtsystem oder Baukastensystem

Was ein Baukastensystem Logistikunternehmen bringt

Schneller reagieren

Mit Bausteinen reagieren Sie schneller auf neue Anforderungen. Ein neuer Verkaufskanal oder ein neuer Logistikpartner ist kein Umbau des ganzen Systems, sondern eine weitere Anbindung. Wer etwa neben dem eigenen Shop auch auf Amazon.de, Otto oder Kaufland verkaufen will, schließt diese Kanäle an, statt das System neu aufzusetzen.

Mitwachsen, auch in der Spitzenzeit

In der Hochsaison lässt sich die Kapazität sofort erhöhen, indem Sie zusätzliche Funktionen oder befristete Abläufe einschalten. Wird es ruhiger, schalten Sie sie wieder ab. So zahlen Sie keine festen Kosten für Spitzen, die nur ein paar Wochen im Jahr dauern.

Kosten im Griff

Bei einem großen Gesamtsystem bezahlen Sie oft für Funktionen, von denen Sie nur einen Bruchteil nutzen. Im Baukastensystem aktivieren Sie nur die Bausteine, die Sie brauchen. Das Budget bleibt überschaubar.

Der Kunde merkt es

Durch flexible Anbindungen bekommen Ihre Kunden ein Einkaufserlebnis ohne Brüche: Sendungsverfolgung in Echtzeit, Lieferoptionen nach Wunsch und eine Retoure, die einfach funktioniert.

Wie BizBloqs Logistik 4.0 möglich macht

Schnittstellen zuerst

BizBloqs ist nach dem Prinzip API First gebaut. Jede Funktion ist von Anfang an über eine Schnittstelle erreichbar. Dadurch ist das Lager sauber mit ERP-Systemen, Onlineshops und Versanddienstleistern verbunden, und Sie behalten die Kontrolle über Ihre Daten. Die ERP-Schnittstelle läuft in beide Richtungen.

Bausteine für jeden Prozess

Statt Ihnen feste Abläufe vorzuschreiben, liefert BizBloqs konfigurierbare Bausteine. Sie stellen sie so zusammen, wie Ihr Betrieb tatsächlich arbeitet, vom Wareneingang bis zum Versand.

Partner statt Eigenbau

BizBloqs arbeitet mit Partnern zusammen, die ihr Fach beherrschen. Ein Beispiel ist Sendcloud für den Versand: Etiketten und Versanddienstleister wie DHL, DPD oder GLS kommen über den Partner, nicht über eine selbst gebaute Lösung.

Logistik 4.0 in der Praxis

Aufträge aus allen Kanälen an einer Stelle

Händler, die über Onlineshop, Marktplätze und Ladengeschäft verkaufen, führen alle Kanäle in einer Auftragsmanagement Software zusammen. Jeder Auftrag wird gleich behandelt, und der Bestand ist überall aktuell. Für Händler in der E-Commerce Logistik läuft die Anbindung an Marktplätze über denselben Weg.

Spitzenzeiten im Griff

In Spitzenzeiten wie dem Weihnachtsgeschäft wächst das System sofort mit. Eine andere Kommissionierstrategie oder ein zusätzlicher Ablauf ist in wenigen Minuten eingeschaltet, ohne Umbau. BizBloqs bietet dafür unter anderem die Wellenkommissionierung, die Cluster-Kommissionierung (mehrere Aufträge in einem Rundgang auf einem Wagen) und die Zonenkommissionierung.

Mehrere Kunden in einem Lager

Lagerdienstleister betreuen oft mehrere Kunden in einem Lager. Mit Mandantenfähigkeit bekommt jeder Kunde eigene Abläufe, eigene Auswertungen und eigene Anbindungen, alles in einer gemeinsamen Umgebung. Das gehört zur mandantenfähigen Lagerverwaltung für Enterprise.

Intralogistik 4.0: Technik schneller einbinden

Ein Baukastensystem macht es leichter, neue Technik im Lager einzuführen. Scanner und MDE-Geräte liefern Daten in Echtzeit an alle angebundenen Systeme. In der Enterprise-Ausführung steuert BizBloqs auch die Anbindung von Fördertechnik, autonomen mobilen Robotern (AMR) und AutoStore: BizBloqs schickt die Aufträge, die Steuerung der Anlage bewegt die Maschine. Das ist Intralogistik 4.0 ohne Insellösung.

Vom Gesamtsystem zum Baukasten

Viele Unternehmen kennen die Grenzen klassischer Gesamtsysteme, in der Fachsprache Monolithische Architektur genannt. Sie sind teuer im Unterhalt, ändern sich langsam und passen sich schlecht an. BizBloqs setzt dagegen auf Software, die aus Bausteinen besteht, sich konfigurieren lässt und mitwächst.

Der Unterschied liegt in der Freiheit: Sie entscheiden, welche Bausteine Sie nutzen, wie Ihre Abläufe aussehen und welche Partner angebunden werden. So bleiben Sie beweglich, auch wenn sich der Markt ändert.

Smart Logistics: wohin die Entwicklung geht

Die Logistik wird in den nächsten Jahren weiter digitalisiert. Vorhersagen auf Basis von Daten (Predictive Analytics), künstliche Intelligenz und weitere Automatisierung werden in der Branche zum Normalfall. Welche Logistiktrends dabei wichtig sind, lesen Sie in einem eigenen Beitrag.

Klar ist: Nur ein Baukastensystem kann solche Neuerungen schnell und zu vertretbaren Kosten aufnehmen. Smart Logistics ist damit kein Modewort, sondern eine Voraussetzung für eine Logistik, die auch in einigen Jahren noch funktioniert.

Zwei Fragen zu Ihrer eigenen Systemlandschaft

  • Für welche Funktionen Ihres heutigen Systems bezahlen Sie, ohne sie zu nutzen?
  • Wie lange würde es dauern, einen neuen Verkaufskanal oder Versanddienstleister anzubinden?

Was ein flexibleres Lager für Ihre Zahlen bedeutet, können Sie mit dem ROI-Rechner abschätzen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist Logistik 4.0?

Logistik 4.0 bedeutet, dass Lager, Aufträge, Transport und Retouren digital miteinander verbunden sind und Daten ohne Abtippen zwischen den Systemen fließen. Bestände, Aufträge und Sendungen sind in Echtzeit sichtbar, und neue Technik lässt sich anbinden, ohne das ganze System zu ersetzen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Baukastensystem und einem Gesamtsystem?

Ein Gesamtsystem bringt alle Funktionen in einem Paket mit, auch die, die Sie nie nutzen, und ist schwer zu ändern. In einem Baukastensystem aktivieren Sie nur die Bausteine, die Sie brauchen, und verbinden sie über Schnittstellen. Neue Kanäle oder Partner kommen als weiterer Baustein dazu.

Was bedeutet Intralogistik 4.0 für das Lager?

Im Lager heißt das: Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung und Versand laufen über ein digitales System mit Scanner statt über Papier. Kommissionierstrategien lassen sich je nach Auftragslage umschalten, und automatisierte Anlagen bekommen ihre Aufträge direkt aus dem System.

Brauche ich für Logistik 4.0 ein großes IT-Projekt?

Nein. Gerade der Baukastenansatz erlaubt es, klein anzufangen, etwa mit dem Lager und einem Verkaufskanal, und weitere Bausteine dann zu ergänzen, wenn das Geschäft sie braucht.

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