weihnachtsgeschäft: lager, personal und versand für die peak season vorbereiten

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Willem ten Asbroek · Veröffentlicht · 10:00

Willem ten Asbroek, CEO von BizBloqs · 25. September 2024

Das vierte Quartal ist für Onlinehandel und stationären Handel die wichtigste Zeit des Jahres. Weihnachtsgeschäft und Jahresendverkäufe treiben die Auftragszahlen nach oben und setzen Lager und Versand unter Druck. Wer schlecht vorbereitet ist, riskiert leere Regale, verspätete Pakete und einen beschädigten Ruf. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie Ihre Logistik für die Peak Season aufstellen.

Was das Weihnachtsgeschäft vom Lager verlangt

Black Friday, Cyber Week, Adventszeit, Weihnachten und danach der Umtausch: In wenigen Wochen kommen mehr Aufträge herein als sonst in Monaten. Für KMU und wachsende Unternehmen der Größe KMU+ trifft das alle Bereiche gleichzeitig: Einkauf, Lager, Personal und Versand. Besonders in der E-Commerce Logistik zählt jeder Tag, denn Kunden erwarten ihr Paket vor Heiligabend.

Vier Themen entscheiden, ob Sie gut durch das Weihnachtsgeschäft kommen: eine realistische Prognose, der richtige Bestand, genug Lagerkapazität und Personal und ein Versand, der auch in der Spitze funktioniert.

Countdown zum Weihnachtsgeschäft: was bis wann stehen mussWeihnachtsgeschäft im Lager vorbereiten: Zeitleiste der Peak Season von September bis Januar mit Prognose, Lagerkapazität, Saisonkräften und Versanddienstleistern im E-CommerceSeptember: Prognose ausVorjahr + TrendsOktober: Bestandeinlagern,Lagerkapazität klärenAnfang November:SaisonkräfteeingearbeitetEnde November: BlackFriday / Cyber Week,Versand auf mehrereVersanddienstleisterverteiltDezember:Weihnachtsgeschäft,Notfallplan bereitSEPTEMBEROKTOBERNOVEMBERDEZEMBERJANUARAuftragsvolumenRetouren

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

Abbildung 1 — Countdown zum Weihnachtsgeschäft: was bis wann stehen muss

Die Nachfrage realistisch einschätzen

Ausgangspunkt sind die Zahlen der letzten Weihnachtssaisons: Wie viele Aufträge kamen wann herein, welche Artikel liefen, wann war die Spitze? Diese Daten allein reichen aber nicht. Markttrends, die wirtschaftliche Lage und das veränderte Kaufverhalten verschieben die Nachfrage. Seit der Pandemie kaufen deutlich mehr Menschen online ein, und das wirkt sich auf das Volumen im Onlineshop aus.

Wer Vergangenheitswerte mit aktuellen Verkaufsdaten verbindet und laufend auswertet, erhält ein genaueres Bild der erwarteten Nachfrage und kann Bestand und Personal früher planen.

Bestand: genug für die Spitze, nicht zu viel für den Januar

Fehlt Ware, ist der Umsatz weg, oft an einen Wettbewerber auf Amazon.de oder Otto. Liegt zu viel Ware im Lager, steigen die Lagerhaltungskosten und Kapital bleibt gebunden. Das Ziel ist ein Bestand, der zur Prognose passt, und ein Nachschub, der rechtzeitig kommt.

Ein Lagerverwaltungssystem zeigt den Bestand in Echtzeit, Platz für Platz, und stößt den Nachschub automatisch an, wenn ein Artikel knapp wird. Die Auftragsmanagement Software gleicht die Aufträge aus allen Verkaufskanälen ab und aktualisiert den Bestand sofort, auch über die Anbindung an Marktplätze. Dort legen Sie auch die Verfügbarkeit je Verkaufskanal und einen Sicherheitsbestand je Kanal fest. So verkaufen Sie im Weihnachtsgeschäft keine Ware, die nicht mehr da ist.

Lagerkapazität und Saisonkräfte

Mehr Aufträge brauchen mehr Fläche und mehr Hände.

Lagerkapazität. Reicht die eigene Fläche nicht, kann ein Lagerdienstleister zusätzliche Kapazität für die Saison stellen. Sie zahlen für das, was Sie in der Spitze brauchen, und investieren nicht dauerhaft in Fläche, die im Februar leer steht.

Saisonkräfte. Für die Peak Season stellen viele Händler Aushilfen ein oder schulen eigene Mitarbeiter so, dass sie in mehreren Bereichen einspringen können, etwa im Wareneingang und in der Kommissionierung. Entscheidend ist, wie schnell neue Leute produktiv werden. Wenn das MDE-Gerät jeden Schritt vorgibt und den richtigen Lagerplatz anzeigt, muss eine Aushilfe das Lager nicht auswendig kennen. Zusätzlich hilft eine Personaleinsatzplanung, die zeigt, wo gerade wie viele Mitarbeiter gebraucht werden.

Versand: mehrere Versanddienstleister, klare Routen

In der Peak Season arbeiten alle Versanddienstleister an der Grenze. Wer nur mit einem Partner verschickt, hängt von dessen Kapazität ab. Verteilen Sie das Volumen auf mehrere Versanddienstleister wie DHL, Hermes, DPD oder GLS, dann verringert ein Engpass bei einem Partner nicht den ganzen Versand. Über Sendcloud lassen sich mehrere Versanddienstleister an einer Stelle anbinden.

Wer selbst ausliefert, spart mit einer Tourenplanung Software Strecke und Zeit. Und Kunden wollen in dieser Zeit wissen, wo ihr Geschenk ist: Eine Sendungsverfolgung, die automatisch Statusmeldungen verschickt, entlastet den Kundenservice.

Technik, die mit dem Volumen wächst

Arbeiten Lagerverwaltung, Auftragsabwicklung und Transportplanung zusammen, laufen viele Schritte automatisch, die sonst von Hand erledigt werden. Für die Transportseite gibt es eigene TMS Software, die mit dem Lager verbunden wird. Über die ERP-Schnittstelle bleiben auch Rechnungen und Buchhaltung auf dem gleichen Stand.

Das Ergebnis: Sie sehen die gesamte Lieferkette vom Auftrag bis zur Zustellung, entscheiden mit aktuellen Zahlen und haben weniger Handarbeit und weniger Fehler, gerade dann, wenn es am meisten zählt.

Ein Notfallplan für Q4

Auch die beste Planung schützt nicht vor Überraschungen: ein Lieferant fällt aus, ein Versanddienstleister nimmt keine Pakete mehr an, ein Sturm legt die Zustellung lahm. Legen Sie deshalb vor der Saison fest:

  • Ersatzlieferanten für die wichtigsten Artikel
  • Alternative Versandwege, falls ein Dienstleister ausfällt
  • Klare Kommunikation: wer entscheidet, wer Kunden informiert und auf welchem Weg

Gut vorbereitet durch die Peak Season

Das Weihnachtsgeschäft ist die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Wer die Nachfrage realistisch einschätzt, den Bestand im Griff hat, Lagerkapazität und Saisonkräfte früh plant und die richtige Technik nutzt, kann seine Logistik mit dem Volumen wachsen lassen, statt von ihm überrollt zu werden.

Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Weihnachtsgeschäft

  • Wie lange braucht eine neue Aushilfe bei Ihnen, bis sie ohne Hilfe richtig kommissioniert?
  • Was passiert mit Ihrem Versand, wenn Ihr wichtigster Versanddienstleister im Dezember zwei Tage lang keine Pakete abholt?

Was Fehler und Handarbeit in der Spitze kosten, können Sie mit dem ROI-Rechner anhand Ihrer eigenen Auftragszahlen abschätzen.

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Häufig gestellte Fragen

Wann beginnt das Weihnachtsgeschäft?

Für das Lager beginnt es lange vor dem ersten Adventssonntag. Mit Black Friday und Cyber Week Ende November steigen die Auftragszahlen im Onlinehandel spürbar, und die Ware dafür muss schon im Oktober eingelagert sein. Wer erst im November plant, plant zu spät.

Wie viele Saisonkräfte brauche ich im Weihnachtsgeschäft?

Das hängt von Ihrem Auftragsvolumen und davon ab, wie schnell neue Mitarbeiter produktiv werden. Legen Sie die Auftragszahlen der letzten Saison neben Ihre aktuelle Kommissionierung pro Stunde. Je einfacher die Abläufe am MDE-Gerät sind, desto weniger Einarbeitung brauchen Aushilfen.

Was tun, wenn die Lagerkapazität nicht reicht?

Kurzfristig hilft ein Lagerdienstleister, der Fläche und Personal für die Saison stellt. Langfristig lohnt der Blick auf die eigene Fläche: Wer genau weiß, was wo liegt, nutzt die vorhandenen Lagerplätze besser.

Warum mehr als einen Versanddienstleister nutzen?

Weil in der Peak Season jeder Versanddienstleister an seine Grenzen kommt. Wer die Pakete auf mehrere Dienstleister verteilt, verringert das Risiko, dass ein Engpass bei einem Partner den ganzen Versand stoppt.

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